Ihr habt nun Traurigkeit - Worum gehts im 5. Satz von Brahms' Deutschem Requiem?

Im fünften Satz des Deutschen Requiems von Johannes Brahms wird der Chor von einem Sopransolo begleitet und das zentrale Motivs des Trosts steht wieder im Mittelpunkt des Texts. In diesem Artikel widmen wir uns diesem Satz.

Ihr habt nun Traurigkeit - der fünfte Satz

"Ihr habt nun Traurigkeit", beginnt der Sopran engelsgleich den 5. Teil des Requiems. Wir erinnern uns: Im Requiem wird die Trauer der Hinterbliebenen nach dem Verlust einer geliebten Person geschildert. Diese wird nun zum Ausgangspunkt, um wieder zum zentralen Motiv des Trosts zu gelangen. 

Sopran und Orchester schwelgen zunächst einige Takte lang in der Emotion der Trauer, bevor der Wendepunkt kommt - sowohl im Text als auch in der Musik: "ABER ich will euch wiedersehen" - Hoffnung keimt auf. Wer spricht hier zum Plenum? Wer ist dieses Ich? Der oder die Verstorbene?  Bedenkt man, dass die Mutter von Johannes Brahms verstarb, während er am Deutschen Requiem arbeitete, ist das durchaus plausibel.  Dass die Zeilen von einer Sopranistin gesungen werden, verstärken diesen Eindruck.

Der mütterliche Trost wird dann auch zum Hauptthema (und einziger Textzeile dieses Satzes) im Plenum: "Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet", echot der Chor, während das Sopransolo fortfährt. 

Textpassagen

Ihr habt nun Traurigkeit,
aber ich will euch wiedersehen,
und euer Herz soll sich freuen

und eure Freude soll niemand von euch nehmen.
(Johannes 16, 22)

Ich will euch trösten,
wie einen seine Mutter tröstet.
(Jesaja 66, 13)

Sehet mich an: Ich habe eine kleine Zeit
Mühe und Arbeit gehabt
und habe großen Trost gefunden.
(Jesus Sirach 51, 35)

 

Bei unserem Konzert am 20. Mai wird das Solo gesungen von der bekannten Sopranistin Regina Riel.  Wir freuen uns sehr!

Regina Riel/ (c) Stefano Padoan

 

Dieser Artikel ist der sechste Teil unserer Blogreihe zum Deutschen Requiem von Johannes Brahms. 

Hier gehts zu Teil 1.

In Teil 2 haben wir uns dem ersten Satz des Requiems gewidmet. 

In Teil 3 haben wir den imposanten zweiten Satz des Requiems näher erklärt.

In Teil 4 gehts um den dritten Satz, in dem erstmals ein Solist zu hören ist.

In Teil 5 haben wir uns dem vierten Satz, einer Art Zwischenspiel, gewidmet.

 

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