![]() |
Im 3. Teil von Brahms Requiem mischt sich erstmalig Sologesang zu Chor und Orchester. Welche Rolle der Bariton hier spielt und worum es im Text geht, verraten wir euch in diesem Artikel.
Fast flehend klingt der Aufruf des Baritons, während er sich seine eigene Sterblichkeit vor Augen führt. Wie unbedeutend erscheinen ihm plötzlich die Handlungen des täglichen Lebens. Wer sich schon einmal in einem Zustand tiefer emotionaler Bewegtheit befunden hat, dem wird dieses Gefühl nicht fremd sein.
Die Ehrfurcht vor einer höheren Macht (Gott) lässt den Leidenden aber gleichzeitig Hoffnung schöpfen, dass seine Seele – oder auch die des geliebten Menschen – am Ende sicher aufgehoben sein wird.
Bei unserem Konzert am 20. Mai singt der bekannte österreichische Bariton Matthias Helm das Solo. Wir freuen uns sehr!
![]()
Herr, lehre doch mich,
daß ein Ende mit mir haben muß.
und mein Leben ein Ziel hat,
und ich davon muß.
Siehe, meine Tage sind
einer Hand breit vor Dir,
und mein Leben ist wie nichts vor Dir.
Ach wie gar nichts sind alle Menschen,
die doch so sicher leben.
Sie gehen daher wie ein Schemen
und machen ihnen viel vergebliche Unruhe;
sie sammeln und wissen nicht,
wer es kriegen wird.
Nun Herr, wes soll ich mich trösten?
Ich hoffe auf Dich.
(Psalm 39, 5-8)
Der Gerechten Seelen sind in Gottes Hand
und keine Qual rühret sie an.
(Weisheit Salomos 3, 1)
Dieser Artikel ist der vierte Teil unserer Blogreihe zum Deutschen Requiem von Johannes Brahms.
In Teil 2 haben wir uns dem ersten Satz des Requiems gewidmet.
In Teil 3 haben wir den imposanten zweiten Satz des Requiems näher erklärt.
In Teil 5 widmen wir uns dem kurzen vierten Satz des Requiems.
In Teil 6 widmen wir uns dem fünften Satz, in dem der Chor von einer Sopranistin begleitet wird.
Für das große Konzert am 20. Mai im Brucknerhaus gibt es mit dem Promocode CL25 Karten zum ermäßigten Tarif. Hier gehts zu den Tickets.
Kombitickets mit unseren Sommerkonzerten am 10. und 14.6.2025 gibt es ab sofort bei allen SängerInnen oder über chor@cantalentia.at.
![]()